Insider-Tipps von LBi Iven & Hillmann zur Qualitätssicherung
Berlin, August 2009 – Für das erfolgreiche Management eines Affiliate Marketing Programms sind neben Expertenwissen und Erfahrungen mit der Branche auch das Beherrschen der Themen SEO, SEM, Mediaplanung und ein allgemeines Webmaster-Wissen von großer Bedeutung. Ron Hillmann gibt Tipps wie Werbetreibende mit einem gesunden Misstrauen die Qualität des Affiliate Marketings nachhaltig steigern können. Und erklärt die Regeln nach denen Partnerschaften geprüft und noch erfolgreicher gemacht werden können.
Alle Affiliate Partnerschaften sollten von Beginn an daraufhin überprüft werden, ob die im Netzwerk zur Verfügung gestellten Werbemittel tatsächlich auf der vom Affiliate in der Bewerbung angegebenen Webseite eingebunden sind und ob die vermittelten Besucher tatsächlich von dieser Werbefläche kommen. Es ist den Affiliate-Netzwerken nicht immer möglich zu überprüfen wo und wie die Banner von den Affiliates tatsächlich eingebunden werden. So kann es zum Beispiel passieren, dass ein Affiliate, der mit einer bestimmten Webseite bei einem Affiliate-Marketing-Betreiber anmeldet ist, die dort zur Verfügung gestellten Links und Banner nicht auf der freigegebenen Website einbaut, sondern diese auf einer anderen Webseite platziert. Der Merchant läuft damit nicht nur Gefahr in einem nicht gewünschten Umfeld platziert zu werden, sondern verliert jegliche Kontrolle über die Herkunft seiner Besucher und seines Traffics.
Sicher in mehreren Affiliate-Netzwerken
Merchants, die sich entscheiden in mehreren Affiliate-Netzwerken aktiv zu werden, sollten eine intelligente und gezielte Aussteuerung der Trackingcodes so installieren, dass verhindert wird, dass eine Bestellung in mehreren Affiliate-Netzwerken erfasst und möglicherweise mehrfach verprovisioniert wird. Fehlt diese Steuerung, könnten einige Affiliates diese Lücke nutzen und mehrfach Geld erhalten, indem sie einfach die Cookies aus mehreren Affiliate-Netzwerken setzen.
Bestellungen und Leads regelmäßig prüfen
Bestellungen und Leads aus dem Affiliate-Marketing sollten im Tagesgeschäft regelmäßig überprüft und abgeglichen werden. Unregelmäßigkeiten können so schnell entdeckt und analysiert werden. Insbesondere sollte festgestellt werden, ob Warenkörbe und Bestellnummern mit der Warenwirtschaft übereinstimmen. Besonders “sehr erfolgreiche“ Partnerschaften müssen sorgfältig überprüft werden. Bei Leads ist darauf zu achten, dass die generierten Adressen tatsächlich existieren. Schließlich sollten Orders abgelehnt werden, die wegen Widerruf des Kunden oder Rücksendung der Ware nicht zu stande kamen – dann möglichst mit einer Begründung über das Affiliate-Netzwerk. Damit kommen “kreative” Affiliates nicht auf die Idee diese Nachlässigkeit als Lücke zu nutzen und selbst “künstliche” Orders zu generieren, um die Provision zu kassieren.
Postview Marketing richtig nutzen
Eine Gruppe von Affiliates konzetriert sich derzeit stark auf das Thema Postview-Vermarktung. Dabei wird die Werbung des Merchants auf Portalen und Werbeplätzen mit großer Reichweite auf Erfolgsbasis platziert, was grundsätzlich für viele Merchants interessant ist. So können Brandingeffekte auch im Performance Marketing nachvollzogen und optimal bewertet werden. Der Betreiber muss jedoch darauf achten, dass der Einbau der Werbemittel sichtbar erfolgt, und dann eine ausreichende Kommunikationsleistung stattfindet bzw. die Banner von den Besuchern tatsächlich gesehen werden.
Schwarze Schafe unter den Affiliates zeigen die Werbemittel gern auch im nicht-sichtbaren Bereich an oder setzen die Cookies ohne ein Werbemittel einzublenden. Somit erhält dieser Affiliate auch Provisionen für Verkäufe, für die er keine aktive Werbeleistung erbracht hat. Die Affiliate-Netzwerke versuchen dieses Problem seit einiger Zeit mit einem “Code of Conduct” in dem Griff zu bekommen.
Unabhängige Spezial-Agenturen
Das Betreuen eines Affiliate-Programms im Tagesgeschäft ist oft sehr umfangreich und zeitaufwendig. Immer sollte dafür mindestens ein Mitarbeiter hauptverantwortlich bereitgestellt werden, der die Steuerung dieses Kanals koordiniert. Unternehmen, die diese Resourcen nicht zur Verfügung stellen können, sollten sich für die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Agentur für Performance- und Affiliate-Marketing entscheiden. Dort arbeiten Spezialisten, die Erfahrung im Auf- und Ausbau von Affiliate-Programmen und im Umgang mit den Affiliates haben, sowie über Spezial-Tools verfügen, mit denen sie betrügerische Affiliates aufspüren. Hier wird auch oft eine Blacklist gepflegt, in der bereits auffällig gewordene Affiliates aufgeführt sind und anhand derer der Affiliate-Manager verhindern kann, dass diese Partner überhaupt für die Zusammenarbeit mit dem Kunden zugelassen werden. Eine regelmäßige Auseinandersetzung mit allen gängigen Tracking- und Trackingmissbrauchs-Methoden ist hier jederzeit gewährleistet.
via: Iven-Hillmann.com
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